Die Geschichte der Windmühlen

Erste Windmühlen wurden vermutlich im 8. oder 9. Jahrhundert in Segestan, einer Landschaft zwischen Persien und Afghanistan, gebaut. Es handelte sich um horizontale Mühlen, welche die Windkraft nur zu 15% ausnutzten. Die später errichteten Vertikalmühlen waren leistungsstärker und ökonomischer. Zu den ältesten Vertikalmühlen gehören die Turmwindmühlen. Vertreter dieser Art – steinerne Türme und segelbespannte Flügel – existieren auf den griechischen Inseln Mykonos und Kreta sowie auf Mallorca. Der Nachteil dieser Mühlen war ihre Abhänigkeit von der Windrichtung.

Der Versuch einer teilweise verstellbaren Mühle wird Leonardo da Vinci zugeschrieben. Er verlegte auf seinen Zeichnungen die Flügelwelle in den Mühlenkopf und setzte die Haube auf einen Rollenkranz. Somit schuf er um 1500 den Vorläufer der späteren Holländerwindmühle. In Europa gab es die ersten drehbaren Mühlen schon vor Leonardo da Vincis Erfindung. Die ersten Erbauer hölzerner Bockwindmühlen in Deutschland sollen Zisterziensermönche aus Camp am Niederrhein gewesen sein, die 1253 die Baugenehmigung erhielten. In Mecklenburg ist die früheste Bockwindmühle im Jahre 1296 für Wismar urkundlich belegt. Die holländischen Mühlen, mit feststehenden Turm und drehbarer Haube, fanden sich in Mecklenburg seit Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie konnten sich aber erst im Laufe des 19. Jahrhundert allgemein durchsetzen.
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